Kurzantwort
Was Sie zuerst wissen müssen.
Hilft Eigentümern im Kanton St. Gallen, die aktuelle Pronovo-Systematik für PV mit dem Projektablauf vor Ort zu verknüpfen — von der Förderkategorie über den Netzprozess bis zur konsistenten Dokumentation.
Wichtig
Pronovo ist die massgebliche Primärquelle für Förderkategorien, Gesuchsweg, Richtlinie und aktuelle Detailfragen zur Einmalvergütung. Für konkrete Projekte im Kanton St. Gallen sollten deshalb aktuelle Schritte, Sonderfälle und Änderungen an der Anlage direkt über die aktuelle EIV-Seite, die FAQ und den Gesuchsweg von Pronovo geprüft werden. Lokale Netzprozesse bleiben davon zu unterscheiden und müssen separat mit dem zuständigen Netzbetreiber abgestimmt werden.
Entscheider
Woran sich der richtige Weg entscheidet.
Die Pronovo-Seite unterscheidet klar zwischen KLEIV, GREIV und HEIV. Für Eigentümer im Kanton St. Gallen ist deshalb zuerst die richtige Förderkategorie entscheidend und nicht eine pauschale Annahme, dass jede PV-Anlage denselben Förderweg durchläuft.
Für die grosse Mehrheit der Wohnhausprojekte ist KLEIV die naheliegende Kategorie, weil sie für Anlagen mit weniger als 100 kW gilt. Wer grössere Gewerbe- oder Mehrfamilienhausprojekte plant, sollte früh prüfen, ob GREIV massgeblich wird.
HEIV ist laut Pronovo für Anlagen ohne Eigenverbrauch im Bereich von 2 kW bis 149.99 kW vorgesehen. Diese Abgrenzung beeinflusst die Projektlogik direkt und sollte deshalb nicht mit den typischen KLEIV- oder GREIV-Fällen vermischt werden.
Förderprozess und Netzprozess sind nicht identisch. Im Kanton St. Gallen laufen Pronovo-Themen und die technische Abstimmung mit dem zuständigen Netzbetreiber parallel, weshalb Unterlagen, Zuständigkeiten und Zeitpunkte früh koordiniert werden sollten.
Ausschlaggebend bleibt die Konsistenz der Projektdaten. Förderkategorie, Leistungsangabe, Anlagetyp und Standortangaben sollten über Offerte, Netzprozess und Pronovo-Unterlagen hinweg widerspruchsfrei bleiben, damit Rückfragen vermieden werden.
Aktuelle Detailschritte und Sonderfälle sollten immer direkt mit Pronovo geprüft werden. Gerade bei Änderungen an der Anlage, Bonusfragen oder Einreichschritten sind die aktuellen FAQ und Richtlinien belastbarer als verallgemeinerte Zweitquellen.
Ablauf
So bleibt das Projekt sauber geführt.
- 1
Zuerst die Förderkategorie bestimmen: Laut Pronovo gilt KLEIV für Anlagen mit weniger als 100 kW, GREIV für Anlagen ab 100 kW und HEIV für Anlagen ohne Eigenverbrauch im Bereich von 2 kW bis 149.99 kW. Diese Einordnung gehört an den Anfang der Planung.
- 2
Parallel dazu den zuständigen Netzbetreiber klären: Im Kanton St. Gallen ist je nach Standort der lokale Netzbetreiber oder in der Stadt St. Gallen das SGSW relevant. Netzbetreiber-Themen wie Anmeldung, Messkonzept und technische Freigaben sollten früh mitgedacht werden.
- 3
Technische Projektdaten konsistent erfassen: Leistung, Anlagetyp, Eigenverbrauchslogik und Standortangaben sollten so dokumentiert werden, dass sie in Offerte, Netzprozess und Pronovo-Unterlagen zusammenpassen.
- 4
Vor dem Gesuch die aktuellen Pronovo-Unterlagen prüfen: Die aktuelle EIV-Seite, die FAQ, der Gesuchsweg und die Richtlinie definieren den jeweils massgeblichen Stand. Gerade bei Sonderfällen und Änderungen an der Anlage sollte mit dem aktuellen Pronovo-Material gearbeitet werden.
- 5
Netz- und Förderprozess bewusst zusammenführen: Förderlogik, Netzbetreiber-Abstimmung und Inbetriebnahme-Nachweise sollten nicht als getrennte Welten behandelt werden. Je sauberer diese Schritte aufeinander abgestimmt sind, desto geringer ist das Risiko von Rückfragen.
Checkliste
Fragen, die vor der Offerte geklärt sein sollten.
- Die Reihenfolge entscheidet: Warum die Pronovo-Anmeldung vor der Inbetriebnahme erfolgen muss — und was nach einer verpassten Registrierung gilt
- Zwei getrennte Anmeldungen: Pronovo EIV und Netzbetreiber-Anmeldung beim SGSW als parallele Prozesse im Kanton St. Gallen
- Installationsanzeige und ESTI-Pflicht: Welche Dokumentationsaufgaben beim konzessionierten Elektroinstallateur liegen
FAQ